AK-Modell - Kartonmodelle aus eigener Werkstatt in 1:250, 1:160 & 1:120
Es heißt doch: "Jedes Kind braucht einen Namen". Also haben wir unseren Kartonmodellen auch einen gegeben. Die Initialen von Andreas als Konstrukteur und noch ein Label dazu und das Kind hatte seinen Namen.
Soviel ganz kurz und schmerzlos zu unserer Namensgebung.
Was sind das aber nun für Modelle, die bei AK-Modell entstehen?
Ganz schlicht und einfach Kartonmodelle. Oder vielleicht doch nicht ganz so schlicht und einfach?
Wo liegen die Unterschiede zu den üblichen Modellen dieser Sparte und wo ist vielleicht das ''Etwas - Andere'' zu finden und welche Modellpalette wird es bei uns geben?
Sicherlich sind das unter anderen die Fragen, die euch am meisten interessieren und auf die ich versuchen werde, euch eine Antwort zu geben.
Kartonmodelle oder Ausschneidebögen oder auch Papiermodelle, egal wie man sie nennt, der Ausgangspunkt ist immer der gleiche. Ein auf Papier gedrucktes Etwas wird ausgeschnitten (oder ist bereits ausgestanzt) und wird mit Hilfe eines Klebers zu einem Gebilde zusammen gebaut. So weit so gut. Wo sind die Unterschiede?
Ausschneidebögen haben wir die ''Dinger'' als Kinder genannt. Und das waren sie ja auch. Einfache Modelle auf weingen Bögen gedruckt.
Bei dem Begriff ''Papiermodell'' habe ich meine Probleme. ''Modell'' ist zwar okay aber das Wort ''Papier'' schafft bei mir eine Vorstellung von etwas wackligem, instabilen und einfachem. Sicher treffen diese Punkte auf einige wenige Modelle zu, aber leider zeigt meine Erfahrung, dass man diese Formulierung sehr oft mit einem etwas abwertenden Unterton verwendet und das vollkommen zu unrecht. Ein ''Papiermodell'' kann heute um vieles besser und überzeugender wirken, als ein Plastikmodell.
''Kartonmodell'' trifft es da schon eher. Die meisten Modelle werden heute ohnehin auf einem Material gedruckt, dass eher die Bezeichnung 'Karton' verdient, als das man es als 'Papier' bezeichnet.
Genug der Vorrede. Zu unseren Modellen. Also bei uns gibt es Kartonmodelle in den Maßstäbe 1:250, 1:160 und 1:120. Modelle, die von ihrer Größe die Kartonmodellbauer und die Modelleisenbahner der Spuren Z, N und TT ansprechen sollen. Der größte Teil unserer Modelle sind Architektur - Modelle. Da ich als Modelleisenbahner an die Auswahl der möglichen Modelle heran gehe, sind es zum großen Teil Modelle, die auch auf einer Modellbahnanlage eingesetzt werden können. Wer sich jetzt überlegt, welche Modelle das sein können, wird schnell feststellen, dass damit genau genommen jedes Gebäude in Frage kommt. Deshalb wird es bei uns neben Industrie - Anlagen natürlich auch städtebauliches geben. Einige Außnahmen, wie zum Beispiel der Schaufelradbagger, werden aber auch entstehen.
Wo liegen nun die Unterschiede zu anderen Kartonmodellen?
Wer sich Abbildungen unserer Bögen betrachtet oder einen Bausatz von uns erworben hat, wird schnell feststellen, das es bei unseren Modellen keine Klebelaschen oder -falze gibt. Der Aufbau unserer Modelle ähnelt eher dem Zusammenbau eines Plastikbausatzes.
Sämtliche Teile werde also stumpf zusammen geklebt. Der besondere Aufbau unserer Modelle sorgt dafür, dass es keine Möglichkeit zum Verziehen gibt. Die Genauigkeit ergibt sich automatisch beim Zusammenbau.
Stumpf verklebte Ecken sind präziser als herkömmliche, mit Klebefalz geklebte Ecken (siehe linke Abbildung).

Einen Nachteil haben allerdings auch stumpf verklebte Ecken. Durch den getrockneten (und geschrumpften) Kleber wird der Karton nach innen gezogen und die Ecke wird komplett verzogen (siehe rechte Abbildung).
Durch unsere besondere Ecken - Konstruktion konnte wir jedoch diesen Effekt komplett ausschließen.
So haben wir bei unseren Modellen ein Wandstärke von ca. 2 mm erreicht, eine präzise Eckenverklebung ermöglicht, das Verzugsproblem gelöst und gleichzeitig die sichtbare (weiße) Papierkante auf ca. 0,3 mm reduziert. Wenn man nun noch diese weiße Papierkante entsprechend farblich behandelt, erreicht man eine genaue, saubere und kaum sichtbare Verklebung und damit die beste Voraussetzung für ein perfekt aussehendes Modell.
Desweiteren erfolgt der Zusammenbau unsere Gebäude nicht von unten nach oben, sondern von innen nach außen (siehe Abbildungen unten).



Nachdem ein sogenannter Grundkörper aus verstärktem Karton erstellt wurde, werden die Fassadenteile an diesem Grundkörper angebracht. Ein Verfahren, dass für ein einwandfreies Aussehen selbst großer Flächen garantiert. Einen sauberen Zusammenbau voraus gesetzt, lässt bei so manchem Betrachter die Frage aufkommen, ob dieses Modell tatsächlich aus ''Papier'' ist.
Die dafür erforderliche Genauigkeit bei der Konstruktion der Modelle wird nur erreicht, weil selbst Materialstärken von 0,3 - 0,6mm berücksichtigt werden. Damit wird schon bei der Konstruktion eines Modells die Voraussetzung für eine sehr gute Passgenauigkeit der Bausätze geschaffen.
Eine Besonderheit einiger unserer Modelle ist mit Sicherheit ihr Umfang. Auf Grund der Konstruktionsweise, des Maßstabes aber auch der Details, werden unsere Modelle häufig über 50 Bögen (A4) beinhalten. Um das einmal am Beispiel der Zeche ''Schwarzberg'' zu verdeutlichen:
Die erste von sechs Baugruppen dieser Zeche hat im Maßstab 1:160 einen Umfang von 104 Bögen (A4) ohne Bauanleitung.
Da der Umfang der anderen fünf Baugruppen ähnlich ist, kann man für den Bausatz der kompletten Zeche mit allen sechs Baugruppen einem Umfang von ca. 600 Bögen (A4) annehmen.
Die gedruckte Version der Baugruppe 1 im Maßstab 1:160 hat eine Stärke von 27 mm.
Bei einer angenommen Stärke von durchschnittlich 25 mm wird der gesamte Bausatz der Zeche mit allen sechs Baugruppen eine Stärke von ca. 15 cm (ohne Bauanleitung) haben.

Damit könnte dieses oder so manches andere AK-Modell nicht nur für Modelleisenbahner, Kartonmodellbauer oder Dioramenbauer von Interesse sein, sondern auch Sammler von Kartonmodellen interessieren.
Ein sicher nicht alltäglicher Bausatz